REFA Hessen-Newsletter 05/2019

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Schnelles Rüsten

Einfacher – schneller – effizienter

Schnelles Rüsten und die SMED Methode

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Spannungsfeld zwischen Bestandskosten und Auftragswechselkosten bewegen sich die Rüstprozesse. Überproduktion, hohe Durchlaufzeiten, Überbestände und der möglichen Verschrottung dieser produzierten Teile, alles das erfordert Maßnahmen zur Prozessoptimierung.
Der nachfolgende Artikel beschäftigt sich mit dem Thema Rüsten.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen!

Mit freundlichen Grüßen

Joachim Schlambor
REFA Hessen

SMED

Schnelles Rüsten – Quick Change Over mit der SMED Methode ­

Schnelles Rüsten – Quick Change Over (QCO) mit der Methode SMED „Single Minute Exchange of Die“ (sinngemäß: Werkzeugwechsel im einstelligen Minutenbereich [Wikipedia]).

Zu der Verschwendungsart „unvermeidbare Verschwendung“ zählt jede nicht wertschöpfende Tätigkeit, die aber zur Wertschöpfung notwendig ist.
Rüsten einer Maschine ist ein Beispiel für unvermeidbare Verschwendung in der Fertigung. Ein Werkzeugwechsel generiert keinen Wertzuwachs, ist aber nötig, um mit dem Prozess der Wertschöpfung zu beginnen bzw. fortzufahren.
Da das Rüsten unvermeidlich ist, müssen Maßnahmen wie:

  • Maschinenlaufzeiten erhöhen
  • Durchlaufzeiten reduzieren
  • Bestände verringern
  • Losgrößen verkleinern (z. B. Losgröße 1)

ergriffen werden die auf den Gesamtprozess zielen. (siehe Bild)

Rüstzeit - Ermittlung und Minimierung

REFA Grundausbildung 2.0 (Teil 2) – Rüstzeit – Ermittlung und Minimierung

SMED Methode

Mit der SMED Methode in 6 Schritten zum gewünschten Ziel

  1. Schritt: Beobachten und messen des Rüstvorgangs
    Ist-Analyse des Rüstvorgangs. Erfassung der Rüstvorgänge durch Aufschreiben des Ablaufs mit den dazugehörigen gemessenen Zeiten. Unterstützend dienen Bild- oder auch Filmaufnahmen zur Dokumentation und Analyse.
  2. Schritt: Trennen von internem und externem Rüsten
    Internes Rüsten hemmt die Produktivität, da Maschinen für den Rüstvorgang stillstehen müssen. Aus diesem Grund ist ein externes Rüsten anzustreben da diese bei laufender Maschine stattfinden können.
  3. Schritt: Umwandeln interne in externe Rüstbestandteile
    Als Hilfsmittel eignet sich das Gantt-Diagramm. Mit diesem kann man nach der Zerlegung des Rüstprozesses in einzelne Ablaufabschnitte diese sehr gut visualisieren. Anschließend wird nach Wegen gesucht, internes in externes Rüsten umzuwandeln.

    Eine weitere Maßnahme könnte eine Parallelisierung sein – gleichzeitig anstatt nacheinander – statt einem Mitarbeiter, mehrere einsetzen.

  4. Schritt: Vereinfachen von internen und externen Rüstvorgangsabschnitten
    Da nicht jeder interne Rüstvorgangsabschnitt in einen externen überführt werden kann, müssen diese vereinfacht werden, z. B. Klemm- oder Spannvorichtungen statt Verschraubungen.
    Auch beim externen Rüsten muss darauf geachtet werden, dass diese Rüstvorgangsabschnitte möglicht kurz sind.
  5. Schritt: Der vereinfachte Rüstvorgang wird zum Standard
    Nach erfolgreicher Rüstzeitreduzierung wird dieser Rüstvorgang zum neuen Standard. Dieser legt unter anderem die Reihenfolge der Rüstvorgänge fest.

    Im Sinne des „Kontinuierlichen Verbesserungsprozesses“ werden die Schritte 1 – 4 wiederholt und nach jedem Durchlauf die neue verbesserte Methode als Standard festgeschreiben.

  6. Schritt: Rüststandard umsetzen
Rüstzeit Reduzierung

Fabrik

Eine Alternative für Ihr Unternehmen – Inhouse-Seminare und Workshops

Wir führen Workshops und Seminare gerne bei Ihnen vor Ort durch.


EQR / DQR Niveau-Stufen

Europäischer Qualifikationsrahmen

Deutscher Qualifikationsrahmen

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Die nächsten Info-Veranstaltungen für Lehrgänge mit IHK-Abschluss:
Hier erfahren Sie auch alles über die finanzielle Förderung!

Industriemeister Metall / Elektrotechnik und Logistikmeister

  • 12.06.2019 – 18.00 Uhr im REFA-Seminarzentrum Haiger
  • 08.08.2019 – 18.00 Uhr im REFA-Seminarzentrum Kassel

Techn. Betriebswirt

  • 22.08.2019 – 18.00 Uhr im REFA-Seminarzentrum Kassel

Die Info-Veranstaltungen sind kostenfrei

✨ ✨ ✨ So erleben Teilnehmer die Vorteile dieser besonderen Ausbildungen

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Meister und Fachwirte haben eine höhere Chance Führungspositionen zu bekleiden und durch Personalverantwortung ihr Gehalt deutlich zu steigern.

Die Abschlüsse entsprechen der DQR-Stufe 6, dem Bachelor Niveau.

Sie gehen den nächsten Schritt auf Ihrem Karriereweg – Der doppelt gebildete Manager. Dieser Abschluss entspricht der DQR-Stufe 7 – Master Niveau.
Wer über zusätzliche Qualifikationen verfügt, wie zum Beispiel im Qualitätsmanagement, verdient in der Regel mehr.

Mit den REFA-Seminaren haben Sie weitere Möglichkeiten Ihr Wissen zu spezialisieren oder zu vertiefen.
Sie haben noch Fragezeichen im Kopf? Wir helfen Ihnen!

Andrea Bauer
Ihre Ansprechpartnerin

Andrea Bauer
Tel.: 0561 – 49 15 78 63
Fax: 0561 – 58 51 947
E-Mail:
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