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„Das Gesamtpaket stimmt einfach!“

Industriemeister Sven Roschinsky schloss als Kammerbester ab

26. Sep 2017 | Sven Roschinsky aus Felsberg, Sachbearbeiter Fertigungssteuerung, hat eine zweieinhalbjährige Aufstiegsfortbildung zum Industriemeister der Fachrichtung Metall bei REFA Hessen vor der IHK als Kammerbester abgeschlossen. Entschieden hatte er sich für den Weg, die Fortbildung neben seiner beruflichen Tätigkeit an den Wochenenden zu absolvieren. Im Interview mit REFA Hessen, verrät er, was ihn motiviert hat, welche Herausforderungen er zu meistern hatte und warum er diesen Weg wieder genau so gehen würde.

REFA Hessen: Wie kam es dazu, dass Sie sich damals im März 2014 entschieden, diese Fortbildung zu machen?

Roschinsky: Nach meinem Fachabitur und einer Ausbildung zum Industriemechaniker begann ich in einem großen Metallunternehmen, arbeitete zunächst in meinem Beruf und als Kranmonteur. Das wurde mir nach einer gewissen Zeit etwas langweilig. Ich wollte weiterkommen und das Unternehmen voranbringen.

REFA Hessen: Also dachten Sie über eine Möglichkeit einer Fortbildung nach.

Roschinsky: Noch nicht direkt. Zunächst sorgte ich dafür, dass ich Beauftragter für Brandschutz und Sicherheit im Unternehmen wurde, außerdem noch Ersthelfer. Zum einen, um meinen Horizont zu erweitern, zum anderen aber auch, um mich ein Stück weit unabkömmlich zu machen.

REFA Hessen: Das hat Ihnen aber offensichtlich noch nicht genügt.

Roschinsky: Das stimmt. Mit neuen Aufgaben und Herausforderungen, die mir mein Meister damals auftrug, eignete ich mir neues Knowhow an – und in mir reifte der Entschluss, die Fertigung zu verlassen und einen neuen Weg zu finden und weiterzukommen. Ich wollte allerdings im Unternehmen bleiben – dort bin ich übrigens heute noch. Drei Möglichkeiten neuer Bereiche standen für mich zur Wahl: Qualitätsmanagement, Fertigungssteuerung und die Arbeitsvorbereitung.

REFA Hessen: Wie sind Sie dann auf REFA Hessen gekommen?

Roschinsky: Es war klar, dass ich entweder den Techniker oder Meister machen musste, um dorthin zu kommen. Dann hat mir ein Arbeitskollege die Infoveranstaltung empfohlen, die REFA Hessen regelmäßig anbietet. REFA war mir vorher kein Begriff gewesen – nach der Veranstaltung war ich in meinem Entschluss aber bestärkt: Wenn nicht jetzt, wann dann? Ich war ja immerhin schon 32 Jahre alt. Also schon recht spät, die schulischen Lernprozesse lagen bereits lange zurück.

REFA Hessen: Haben bestimmte Angebote der REFA-Fortbildung Einfluss auf Ihre Entscheidung gehabt?

Roschinsky: Definitiv. Die integrierte Zusatzqualifikation REFA-Grundschein war für mich letztlich der Auslöser, ja zu sagen. Und der angebotene Wochenend-Modus war notwendig, weil ich meine Stelle nicht aufgeben wollte. Die wäre sofort anderweitig besetzt worden.

REFA Hessen: Und wie ging es dann weiter?

Roschinsky: Nun, zuhause musste ich meine Frau überzeugen, wir hatten inzwischen ein kleines Kind. Die Familie sollte nicht leiden. Aber meine Frau hat mir glücklicherweise von Beginn an den Rücken gestärkt und freigehalten. Die Ruhe zum Lernen, die ich benötigte, war immer gewährleistet.

REFA Hessen: Und wie hat Ihr Arbeitgeber reagiert, als Sie ihm Ihren Entschluss mitteilten?

Roschinsky: Erfreulicherweise sehr positiv. Ich wurde sogar von den Wochenendeinsätzen, die ich von Zeit und Zeit zu leisten hatte, verschont. Grünes Licht also. Dafür bin ich sehr dankbar.

REFA Hessen: Das Gesamtkonzept der Fortbildung beinhaltet ja vorab die Ausbildereignung, dann die Basisqualifikation mit dem integrierten REFA-Grundschein. Wie empfanden Sie diese Lernbereiche?

Roschinsky: Schon die erste Station fand ich richtig gut. Die Klasse war toll, wir haben schnell zueinander gefunden mit einem beeindruckenden Teamgeist und Gruppengefühl – und so zog es sich auch in den REFA-Grundschein hinein. Da ging es dann aber schon gut zur Sache, der Stoff wurde straff durchgezogen, sehr gut verständlich, aber eben umfangreich.

REFA Hessen: Wie ging es Ihnen mit den Prüfungen, die anstanden?

Roschinsky: Die erste Prüfung war ja schon nach vier Wochen; die fiel mir leicht. Die zweite Prüfung war dann schon deutlich knackiger. Man muss schon was dafür tun, sonst wird das nichts. Das ist klar. Mir gefällt das übrigens sehr gut, dass man den REFA-Grundschein davorsetzt – eine sehr gute Grundlage für das Weitere. Es doppelt sich zweitweise, aber genau das ist ein hervorragender Effekt, wo sich Wissen manifestiert. Ich kenne Leute, die den Grundschein nicht gemacht hatten, die da ins Schwitzen geraten sind, weil vieles von dem Stoff für sie Neuland war.

REFA Hessen: Gab es etwas, das Ihnen auch schwerfiel?

Roschinsky: Ja, das Fach Rechtsbewusstes Handeln. Das war nicht so meine Welt. Schwierige Prüfung, mein Schwachpunkt. Hinzu kommt, dass ich etwas lernfaul bin. Aber alles andere war gut, etwa Naturwissenschaften oder BWL.

REFA Hessen: Wie schafften Sie es, sich immer wieder nach Ihrem Pensum der Arbeitswoche für die lernreichen Wochenenden zu motivieren?

Roschinsky: Ich muss zugeben, das war nicht immer ganz so einfach, trotz der Erfolge, die ich hatte. Ich erinnere mich an eine Zeit, da hatte ich etwa ein halbes Jahr lang so etwas wie eine Motivationsblockade. Das war nach dem A-Teil der Basisqualifikation. Das hat schon geschlaucht. Heute würde ich sagen: Man muss insgesamt schon eine gesunde Selbsteinschätzung zu seinem eigenen Lernverhalten haben und zu seiner Fähigkeit zur Eigenmotivation. Für die Prüfung des B-Teils habe ich zum Beispiel relativ kurzfristig begonnen und dabei aber Vollgas gegeben. Andere würden das vielleicht anders handhaben.

REFA Hessen: Wie liefen die Prüfungen im Ergebnis?

Roschinsky: Ich bin mit dem Wissen da rein, dass es knackig wird. Grundziel für mich war es, 50 plus zu schaffen. Zum Glück kam es besser. Positiv dazu beigetragen hat aber auch das REFA-Konzept, eine Woche vor Prüfungsbeginn eine Woche den ganzen Stoff je Fach konzentriert zusammenzufassen. Eine Top-Wiederholung und Vertiefung. Das hat mir ausgesprochen gut gefallen.

REFA Hessen: Und dann dieses sehr starke Ergebnis als Kammerbester. Haben Sie damit gerechnet?

Roschinsky: Nein, das hat mich auch überrascht. Zwar spürt man schon, wenn es ganz gut läuft in der Prüfung. Aber solch ein Ergebnis, damit habe ich nicht gerechnet.

REFA Hessen: Was ist danach an Ihrem Arbeitsplatz passiert?

Roschinsky: Erstmal gar nichts. Eine Stellenausschreibung, die gepasst hätte, ließ erstmal auf sich warten. Aber dann kam die Chance: Zwei Stellen, eine habe ich bekommen. Die andere mein Kollege, der mit mir gemeinsam die REFA-Fortbildung absolviert hat. Ich bin in die Steuerung gekommen. Jetzt verstehe ich die Prozesse, verstehe wie das Unternehmen funktioniert. Ich kenne die Schnittstellen, kann jetzt die Prozesse beeinflussen und strukturierterer arbeiten.

REFA Hessen: Was hat Ihnen besonders gut gefallen an der Fortbildung? Hat Ihnen eine Komponente besonders geholfen für den jetzigen Arbeitsbereich?

Roschinsky: Vor allem der REFA-Produktionsplaner, für den der Grundschein Voraussetzung ist, hilft mir sehr bei meinem jetzigen Aufgabenspektrum. Er hat eine wertvolle Vertiefung bewirkt. Und es ist nochmal ein Schein mehr – gut bei eventuellen Bewerbungen. Und sehr angetan war ich bei REFA von der Top-Betreuung. Das hat mich echt überrascht. Mails werden immer superschnell beantwortet, mitunter sogar sonntags. Wo gibt es das noch? Ich würde sagen: Das Gesamtpaket stimmt einfach. Ich kann das nur weiterempfehlen und würde aufgrund des Aufbaus, der Stoffvermittlung und der Top-Betreuung sowie weiteren positiven Faktoren alles wieder genauso machen.

REFA Hessen: Wie geht es jetzt weiter bei Ihnen?

Roschinsky: Das Lernen macht Freude. Ich denke jetzt darüber nach, eventuell den REFA-Kostencontroller zu machen.

REFA Hessen: Herr Roschinsky, wir bedanken uns sehr für das Gespräch und wünschen Ihnen viel Erfolg in Ihrem neuen Aufgabengebiet in der Fertigungssteuerung.

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