Förderung

Ihre finanziellen Fördermöglichkeiten

Bildungsausgaben sind Investitionen in Ihre Zukunft

Kaum etwas anderes tut der Entwicklung von Menschen so gut, wie in ihre Weiterbildung und Qualifikation zu investieren. Investitionen in das Know-how fördern nicht nur persönliches und professionelles Selbstbewusstsein, sie sichern und schaffen Arbeitsplätze und wirtschaftliches Wachstum – auch für die Wettbewerbsfähigkeit von Bund, Ländern und EU.

Fördermöglichkeiten für viele Fälle

Ob Weiterbildung von Fach- und Führungskräften, ob Förderung von Berufseinsteigern (Hochschul- und Technikerschulabsolventen oder Meister aus Industrie und Handwerk), ob Eingliederung von Arbeitssuchenden: REFA Hessen hat für Sie zahlreiche Fördermöglichkeiten zusammengestellt.

Förderung/Fördermöglichkeiten

Wissen, welche Art von Förderungen Ihnen zusteht

Wir zeigen Ihnen, von wem und wie viel Fördergelder für Ihre Investitionen in Ihre Bildung möglich sind. Prüfen Sie hier die Möglichkeiten z.B. von staatlichen Fördermitteln wie auch anderen Möglichkeiten der Ersparnis. Bitte wählen Sie aus, welche Möglichkeit für Sie zutrifft.

Sie sind Unternehmer und interessieren sich für das Thema Förderung?

Mit der Förderdatenbank des Bundes (Punkt 8) im Internet gibt die Bundesregierung einen umfassenden und aktuellen Überblick über die Förderprogramme des Bundes, der Länder und der Europäischen Union.

1. Aufstiegs-BAföG

Aufstiegs-BAföG für alle Aufstiegsfortbildungen

Das „Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG)“ verfolgt die Ziele, Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Maßnahmen der beruflichen Aufstiegsfortbildung finanziell zu unterstützen und sie zu Existenzgründungen zu ermuntern. Mit den am 26. Februar 2016 vom Bundestag beschlossenen Leistungs- und Zugangsverbesserungen ist das „Aufstiegs-BAföG“ ein attraktives BAföG für alle, die ihre Chance auf eine Karriere im dualen System nutzen wollen.

Das Gesetz regelt einen individuellen Rechtsanspruch auf Förderung von beruflichen Aufstiegsfortbildungen, d.h. von Meisterkursen oder anderen auf einen vergleichbaren Fortbildungsabschluss vorbereitenden Lehrgängen. Es ist ein umfassendes Förderinstrument für die berufliche Fortbildung in grundsätzlich allen Berufsbereichen und zwar unabhängig davon, in welcher Form die Fortbildung durchgeführt wird (Vollzeit, Teilzeit, schulisch, außerschulisch, mediengestützt, Fernunterricht).

Ein einkommensunabhängiger Förderbeitrag

Die Förderung ist an bestimmte persönliche, qualitative und zeitliche Anforderungen geknüpft. Mit dem AFBG werden Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Maßnahmen der beruflichen Aufstiegsfortbildung altersunabhängig finanziell unterstützt. Sie erhalten einkommensunabhängig einen Beitrag zu den Kosten der Fortbildung und bei Vollzeitmaßnahmen zusätzlich einkommensabhängig einen Beitrag zum Lebensunterhalt. Die Förderung erfolgt teils als Zuschuss, teils als zinsgünstiges Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau.

Geldgeschenk vom Staat: bis zu 64 % Zuschuss

Ausgenommen davon sind nur die Lehrgangsmaterialien und die optionalen Lehrgangsteile. Einkommens- und vermögensunabhängig können Sie bis zu 64% Zuschuss erhalten.

www.aufstiegs-bafoeg.info →

Beispielrechnung: Industriemeister ohne IHK Prüfungsgebühren

 

Lehrgangsentgelt 5.890 €
abzügl. Lehrmaterial – 300 €
= Gefördertes Lehrgangsentgelt 5.590 €
abzügl. geschenkter Zuschuss 40,0% – 2.236 €
=zinsloser Darlehensbetrag 3.354 €
abzügl. Erlass von 40% bei Bestehen – 1.341 €
= Restdarlehensbetrag 2.013 €
+ Lehrmaterial (steuerl. absetzbar) + 300 €
Effektive Lehrgangskosten 2.313 €
Wochenendlehrgang ca. 2,5 Jahre ca. 77 €/Monat


Antragsformulare →

Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) →
zuständige AFBG-Vollzugsstellen (Hessen) →

Hessen

Ämter für Ausbildungsförderung gibt es bei den Studentenwerken. In Hessen besteht die Möglichkeit, den Antrag auf Leistungen unter
www.bafög-hessen.de online zu stellen.

www.bafög-hessen.de →

 

2. Bundesbildungsprogramm Bildungsprämie

Qualifizierungsinitiative – Aufstieg durch Bildung

Mit der Bildungsprämie unterstützt das Bundesministerium diejenigen, die ihre Chancen verbessern möchten und bisher aus finanziellen Gründen auf eine Weiterbildung verzichtet haben.

Für wen?

Einen Prämiengutschein erhalten Weiterbildungsinteressierte, die erwerbstätig sind und deren zu versteuerndes Jahreseinkommen 20.000, beziehungsweise 40.000 Euro bei Zusammenveranlagten, nicht übersteigt. Auch Mütter und Väter in Elternzeit oder Personen in Pflegezeit können einen Prämiengutschein bekommen.

Seit dem 1. Juli 2014 gelten veränderte Förderkonditionen: Der Bund fördert Erwerbstätige, die das 25. Lebensjahr vollendet haben und übernimmt die Hälfte der Veranstaltungsgebühr für Maßnahmen, die maximal 1.000 Euro kosten.

In einer Prämienberatung klären geschulte Beraterinnen und Berater die individuellen Voraussetzungen der Interessierten und geben den Prämiengutschein einmal jährlich aus, den Sie zum Beispiel bei REFA Hessen e.V. einlösen können.

Maximal 500,- Euro

Interessierte können sich in einer der über das ganze Bundesgebiet verteilten Beratungsstellen zum Prämiengutschein beraten lassen.Sie haben die Möglichkeit, einen Prämiengutschein im Wert von bis zu 500 € zu erhalten. Mit dem Bildungsgutschein werden 50% der Weiterbildungskosten übernommen, maximal jedoch 500 €.

www.bmbf.de →

Ihre Kombinationsmöglichkeit: Das Weiterbildungssparen

Bildungsprämie und Weiterbildungssparen können miteinander kombiniert werden, das heißt Erwerbstätige können, wenn sie alle Voraussetzungen erfüllen, einen Prämiengutschein erhalten und die verbleibenden Kosten beispielsweise über das Weiterbildungssparen finanzieren.

 

3. Weiterbildungssparen

Qualifizierungsinitiative – Aufstieg durch Bildung

Mit dem „Weiterbildungssparen“ wird im Vermögensbildungsgesetz (VermBG) eine Entnahme aus dem angesparten Guthaben erlaubt, um Weiterbildung zu finanzieren – auch wenn die Sperrfrist noch nicht abgelaufen ist. Die Arbeitnehmersparzulage geht dabei nicht verloren.

Damit können an Weiterbildung Interessierte aufwändigere und oftmals langfristigere Weiterbildungen leichter finanzieren. Mit den Beraterinnen und Beratern überlegen sie, welche Weiterbildung ihren Fähigkeiten und beruflichen Wünschen am ehesten entspricht und erhalten einen Spargutschein. Mit dem Finanzdienstleister (Bausparkasse, Bank oder Versicherung) werden die finanziellen Details besprochen.Beim Weiterbildungssparen gelten keine Einkommensgrenzen.

www.bildungspraemie.de →

Anreiz und Motivation zur Weiterbildung

Das Bundesbildungsministerium unterstützt das Lernen im gesamten Lebenslauf. Ziel ist es, bessere Bildungs- und Aufstiegswege für mehr Menschen zu eröffnen. Dabei geht es auch darum, mehr Menschen zu Weiterbildung zu motivieren – auch durch finanzielle Anreize wie der Bildungsprämie. Die Bildungsprämie (siehe Punkt 1) wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und aus dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union (ESF) gefördert.

 

4. Weiterbildungsstipendium

Begabtenförderung für Berufserfahrene

Lebenslanges Lernen und Weiterbildung sind die Grundlage für beruflichen Erfolg und die Persönlichkeitsentwicklung jedes Einzelnen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt Berufserfahrene mit zwei Förderprogrammen, dem Weiterbildungsstipendium und dem Aufstiegsstipendium. Ziel der beiden Förderprogramme ist es, Berufserfahrene darin zu unterstützen sich, weiterzuentwickeln und Spitzenfachkräfte auf ihrem Gebiet zu werden.

Für Absolventinnen und Absolventen beruflicher Ausbildungen

Das Weiterbildungsstipendium richtet sich an Absolventinnen und Absolventen beruflicher Ausbildungen. Mit einem Weiterbildungsstipendium können drei Jahre lang fachliche oder fachübergreifende Weiterbildungsmaßnahmen finanziert werden. Das Aufstiegsstipendium soll ein zusätzlicher Anreiz sein, ein Studium aufzunehmen. Es richtet sich an Frauen und Männer mit Berufserfahrung, die in Ausbildung und Beruf hoch motiviert sind und herausragende Leistungen erbringen. Ein Studium kann die beruflichen Aufstiegschancen für begabte Fachkräfte erheblich verbessern.

Maximal 6.000 Euro

Das Bundesbildungsministerium fördert durch die Aufstiegsstipendien die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung.Das Stipendium ist ein Programm der Begabtenförderung und unterstützt Menschen, die in Ausbildung und Beruf ihr besonderes Talent und Engagement bewiesen haben. Die SBB-Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung führt im Auftrag und mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung die Auswahl der Stipendiatinnen und Stipendiaten durch und begleitet sie während ihres Studiums.

Die Förderung umfasst Zuschüsse für Kosten von fachlichen oder außerfachlichen anspruchsvollen Weiterbildungen in Höhe von insgesamt max. 6.000,- €, verteilt auf über 3 Jahre. Die Weiterbildung muss grundsätzlich berufsbegleitend durchgeführt werden.

www.sbb-stipendien.de/aufstiegsstipendium →

 

5. WeGebAU

Qualifizierungsinitiative für Arbeitnehmer ab 45 Jahren

Die Weiterbildung beschäftigter Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist grundsätzlich Aufgabe der Unternehmen und Beschäftigten selbst. Nach wie vor werden die Chancen und Risiken am Arbeitsmarkt aber entscheidend von der Qualifikation bestimmt. Gering qualifizierte und ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer tragen das mit Abstand größte Arbeitsmarktrisiko, ihre Beteiligung an Weiterbildung ist dennoch gering.

Für wen?

Zielgruppe des Programms sind geringqualifizierte Beschäftigte und Beschäftigte in kleinen und mittleren Unternehmen. Die Förderung soll dabei eine Anschubfinanzierung für die Weiterbildung insbesondere in kleineren und mittleren Unternehmen darstellen. Gefördert werden können Personen, die von ihren Arbeitgebern für die Dauer einer Qualifizierung unter Fortzahlung des Arbeitsentgelts freigestellt werden. Unter bestimmten Voraussetzungen kann dem Arbeitgeber ein Arbeitsentgeltzuschuss gewährt werden.

Der Arbeitnehmerin/ dem Arbeitnehmer können die notwendigen Lehrgangskosten ganz oder teilweise erstattet werden. Darüber hinaus kann ein Zuschuss zu den zusätzlich entstehenden übrigen Weiterbildungskosten (z. B. Fahrkosten) gewährt werden.

Bei Beschäftigten in kleineren und mittleren Unternehmen übernehmen die Agenturen für Arbeit ab dem 01.04.2012 die Lehrgangskosten nur noch teilweise:

  • Bei Beschäftigten, die das 45. Lebensjahr vollendet haben, tragen die Agenturen für Arbeit bis zu 75% der Lehrgangskosten. Die verbleibenden Kosten sind vom Betrieb und/ oder der Arbeitnehmerin/ dem Arbeitnehmer zu tragen.
  • Bei jüngeren Beschäftigten ist eine Förderung nur möglich, wenn der Betrieb mindestens 50% der Lehrgangskosten übernimmt.

www.arbeitsagentur.de →

 

6. Steuern sparen

Fortbildung – Weiterbildung – beruflich bedingt

Der Meistertipp: Damit Sie Ihre Bildungskosten als Werbungskosten absetzten können, muss die Weiterbildungsmaßnahme beruflich veranlasst sein. Ein Anlass liegt z. B. vor, wenn Sie

  • im ausgeübten Beruf auf dem Laufenden bleiben oder Ihre beruflichen Kenntnisse erweitern wollen
  • einen neuen Beruf erlernen wollen
  • höhere Einkünfte erzielen oder aktuelle Einkünfte sichern wollen.

 

Steuerliche Anerkennung auch ohne eigene Einkünfte

Bildungsmaßnahmen werden auch dann steuerlich anerkannt, wenn sie in Jahren ohne eigene Einkünfte stattfinden. Das heißt:
Eine berufliche Fortbildung kann auch dann vorliegen, wenn momentan kein Beruf ausgeübt wird. Allerdings muss die Fortbildung in einem konkreten Zusammenhang mit einer künftigen Berufstätigkeit stehen. Die zeitliche Gestaltung der Weiterbildung ist für die Anerkennung unerheblich. Abend- oder Wochenendkurse können genauso berücksichtigt werden wie Blockunterricht oder ein Selbststudium.

Folgende Kosten können Sie steuerlich geltend machen
  • Seminargebühren
  • Prüfungsgebühren
  • Reisekosten zu den Seminaren und Lerngruppen
  • Fahrtkosten sind höher abziehbar als sonst  Reisenebenkosten (Fahrtkosten z.B. pauschal z.Zt. 0,30 €)
  • Verpflegungskosten,  Übernachtungskosten, Parkgebühren)
  • Arbeitsmittel wie z.B. Computer und Software
  • Büromaterial- Finanzierungskosten für ein Bildungsdarlehen
  • Arbeitszimmer
  • Fachliteratur

 

7. Förderung für Soldaten

Berufsförderungsdienst der Bundeswehr

Der Berufsförderungsdienst der Bundeswehr (BFD) soll Berufssoldaten, Soldaten auf Zeit (SaZ) und freiwillig Wehrdienstleistende (FWDL) auf ein Ausscheiden aus dem aktiven Dienst vorbereiten und ihnen durch eine berufliche und schulische Bildung beziehungsweise Weiterbildung die Chance zu beruflichem und sozialen Aufstieg ermöglichen. Dieser Anspruch liegt im Soldatenversorgungsgesetz (SVG) begründet und bietet ein breites Angebot, das sich nach der Dauer der Dienstzeitverpflichtung richtet und systematisch aufeinander aufbaut.

Neben aktiven Bundeswehrsoldaten haben auch ehemalige Soldaten auf Zeit Anspruch auf eine qualifizierte Beratung.Primär geht es um die Verbesserung der Chancen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt und Förderungsberechtigte erhalten eine umfassende, persönliche und individuelle Beratung, bei der auch die Voraussetzungen der betreffenden Kandidaten berücksichtigt werden. Grundsätzlich werden die Eignung, die Neigung sowie die Leistungsfähigkeit eines Jeden berücksichtigt, allerdings wird neben der Möglichkeit ein bestimmtes Berufsziel zu erreichen, auch die aktuelle Arbeitsmarktsituation hinzugezogen.

www.berufsfoerderungsdienst.org →

 

8. Förderdatendank des Bundes

Förderprogramme und Finanzhilfen des Bundes, der Länder und der EU

Mit der Förderdatenbank des Bundes im Internet gibt die Bundesregierung einen umfassenden und aktuellen Überblick über die Förderprogramme des Bundes, der Länder und der Europäischen Union. Das Fördergeschehen wird unabhängig von der Förderebene oder dem Fördergeber nach einheitlichen Kriterien und in einer konsistenten Darstellung zusammengefasst.

Dabei werden auch die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Programmen aufgezeigt, die für eine effiziente Nutzung der staatlichen Förderung von Bedeutung sind.

www.foerderdatenbank.de →