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Weiterbildung wird künftig stärker gefördert

Aufstiegs-BAföG

28. Aug 2019 | Ab dem nächsten Jahr sollen Menschen, die eine Weiterbildung absolvieren, finanziell stärker unterstützt werden. Über eine Reform des Aufstiegs-BAföG sind künftig höhere Zuschüsse für die Lehrgangs- und Prüfungsgebühren vorgesehen. Das hat das Bundeskabinett jetzt bekanntgegeben. Aus Sicht von REFA Hessen fehlt aber noch die konkrete Ausgestaltung. Diese müsse nun schnellstmöglich erfolgen, damit Bildungsträger dies schnellstmöglich einplanen können.

Wie die Deutsche Presseagentur (dpa) mitteilt, hat das Bundeskabinett am Mittwoch die zuvor angekündigte Reform der sogenannten Aufstiegs-BAföG, das frühere Meister-BAföG, beschlossen. Wer sich etwa zum Meister oder Fachwirt weiterbildet, profitiert künftig von mehr Geld bei den Zuschüssen für die Lehrgangs- und Prüfungsgebühren.

Deutlich mehr Geld vom Staat für die Lebenshaltungskosten erhalte zudem, wer eine Weiterbildung in Vollzeit macht und über wenig Einkommen und Vermögen verfügt. Weiteres Plus: das Aufstiegs-Bafög soll dann für bis zu drei statt bisher eine Fortbildungsmaßnahmen in Anspruch genommen werden können. Der Gesetzentwurf des Bundesbildungsministeriums muss nun noch durch Bundestag und Bundesrat. In Kraft treten soll der Plan am 1. August 2020. Vorgesehen sind Mehrkosten von 350 Millionen Euro.

Die Förderung bei den Weiterbildungskosten sollte deutlich höher erfolgen

Für REFA Hessen, Bildungsspezialist im Bereich Aus- und Fortbildungen im Bereich Metall-, Elektrotechnik und Logistik, ein positives Signal. Durch die stärkere staatliche Förderung der Abschlüsse zum Meister, Fachwirt und Betriebswirt werde die immense Bedeutung dieser Berufsabschlüsse für die deutsche Wirtschaft herausgestellt, sagt REFA Hessen-Vorstand Berthold Königs.

„Zum Glück ist die Gleichwertigkeit der IHK-Abschlüsse von Meister, Fachwirt mit den Hochschulabschlüssen des Bachelors bzw. der Abschluss zum Gepr. Technischen Betriebswirt IHK mit einem Masterabschluss im Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) festgeschrieben worden. Dieses wurde endlich von der Bundesregierung erkannt und der Meister, Fachwirt und Betriebswirtabschluss wird zukünftig stärker gefördert.“

REFA Hessen fordert umgehend konkrete Ausgestaltung des Aufstiegs-BAföG

Jetzt fehlt aber noch die konkrete Ausgestaltung des Aufstiegs-BAföG, sagt Alexander Appel, Leiter des Seminarzentrums Kassel und ebenfalls Vorstand von REFA Hessen. „Dies muss nun schnellstmöglich erfolgen, damit wir Bildungsträger dies schnellstmöglich einplanen können. Die neue Förderung sollte rückwirkend zum 01.08.2019 gelten, damit auch derzeitige Teilnehmer noch davon profitieren können.“ Folgende Fragen sollten schnellstmöglich beantwortet werden: „Wie hoch ist der zukünftige prozentuale Zuschuss zu den Weiterbildungskosten? Wie hoch fällt die monatliche Unterstützung beim Lebensunterhalt aus?“

REFA Hessen hofft, dass die Förderung deutlich höher erfolgt, damit man in Deutschland nicht den Anschluss verliere. „Die Arbeitswelt wird sich durch den digitalen Wandel drastisch verändern und nur mit einer hohe Qualifikation der Beschäftigten werden wir uns weiterhin im globalen Wettbewerb behaupten können. Bildung ist der wichtigste Rohstoff, den wir in Deutschland haben.“

Weitere Informationen zur Entlastung bei den Weiterbildungskosten unter www.refa-weiterbildung.de/foerderung

Fragen zu Kosten und Förderung bei Lehrgängen beantwortet Alexander Appel, Leiter REFA-Seminarzentrum Kassel, unter Tel. 0561 581401 oder per E-Mail: a.appel@refa-weiterbildung.de.

Foto: pixabay.com

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